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Selasa, 15 November 2011

11. Internationaler Country Music Award in Pullman City

11. Internationaler Country Music Award in Pullman City – ein voller Erfolg
Am vergangenen Wochenende fieberten rund 1.500 Besucher 3 Tage lang Non-Stop mit 151 Musikern aus 5 Ländern um den begehrten Country-Music-Award. 20 verschiedene Bands, 6 Solisten, 5 Duos, 4 Trios und 3 Quartetts sorgten für eine top Stimmung und Western-Atmosphäre in Pullman City.
Der diesjährige "Internationale Country Music Award, powered by country.de" wurde an die besten musikalischen Darbietungen aus Holland, Ungarn, Italien, Österreich, Deutschland und heuer zum ersten Mal auch an drei teilnehmenden Bands aus der Schweiz vergeben.
Bei so vielen leidenschaftlichen Country-Musikern hatte es die Jury, bestehend aus Radiomoderatoren, Großveranstaltern und Vertreter des Kooperationspartners country.de, schwer die richtige Wahl zu treffen. Nach über 30 Stunden bewerten und auswählen wurden schließlich die Favoriten der 7 Kategorien gekürt.
Neben Pokalen und Medaillen freuten sich die Sieger in den jeweiligen Kategorien über Auftrittsverträge im Jahr 2012 in Pullman City und einer Vermarktung über die Website der Westernstadt.

Kategorie Country Traditional
Platz 1: Railroad Company
Platz 2: Country Club Holland
Platz 3: R.I.P.

Kategorie New Country
Platz 1: Full Moon Rodeo
Platz 1: Greyhound
Platz 2: D.B. Rose & Band

Kategorie Country Rock
Platz 1: Black Hawk
Platz 2: Kid West
Platz 3: Yendis

Kategorie Solo
Platz 1: Lawrence Pripple
Platz 2: Johnny Yuma
Platz 3: Nigel Crow

Kategorie Duo
Platz 1: Road Chicks Duo
Platz 2: Graceland
Platz 3: Roni

Kategorie Trio
Platz 1: Road Chicks Trio
Platz 2: Just Acoustix
Platz 3: Johnny Crrrash

Kategorie NCA – New Comer Award
Platz 1: Voices
Platz 2: Dogtown Bandits

Auch nach der Preisverleihung gab es noch ein großartiges Highlight für alle Anwesenden: In einer „Jam-Session“ bildeten Musiker spontane Ensembles und spielten bis die Saiten glühten. Diese Ausdauer trotz vollem 3-Tage-Programm verdeutlichte die hohe Motivation der Künstler und den Spaß an der Musik. Viele Bands profitierten auch von der Veranstaltung durch Sofort-Buchungen nach dem Auftritt (manche sogar bis zu 5 Buchungen). Dies zeigt deutlich, dass der Internationale Country Music Award neben dem Spaß an der Musik durchaus eine erfolgreiche Plattform für Musiker sein kann. Viele Veranstalter nutzen dieses „Angebot“ – wo sonst kann man bis zu 40 Künstler an einem Wochenende erleben.
So stellte auch die Geschäftsführung von Pullman City sicher, dass viele dieser hochkarätigen Bands für nächstes Jahr gebucht werden. Fesselnde Momente und musikalische Höchstleistungen können Sie auch 2012 wieder erleben: Der 12. Country Music Award findet nächstes Jahr vom 16.-18. November statt.

Madison Violet Konzertbericht

Madison Violet Konzertbericht

Es war der erste Auftritt in Kärnten des kanadischen Folk Duos Madison Violet, der am 13. November im Brauhaus in Bleiburg stattfand, der Vorletzte ihrer Europatournee mit insgesamt 35 Konzerten innerhalb von 6 Wochen. Die Musiker waren zwar erleichtert über das nahe Ende dieser strapaziösen Tournee, aber auf ihre Darbietung hatte das keinen Einfluß.

Madison Violet (Brenley MacEachern-Gesang, Gitarre, Mundharmonika / Lisa MacIsaac – Gesang, Gitarre, Mandoline, Fiddle) unterstützt von ihrer „Band“ Adrian Lawryshyn am Stehbass bot in 2 Sets akustischen Folk vom Feinsten. Abgesehen von dem traditionellen Bluegrass Song „Cindy, Cindy“ handelte es sich überwiegend um Eigenkompositionen. Die Gruppe hatte das Publikum von Anfang an auf ihrer Seite. Das feinfühlige Spiel, die gehaltvollen Texte und nicht zuletzt die umwerfenden Harmonien lassen keinen Musikliebhaber kalt. Die Instrumente wechselten beinahe nach jedem Lied. Es waren nämlich gleich mehrere Gitarren im Einsatz. „If I Could Love You“ löste „The Ransom“ als Eröffnungstitel ab, der aber umgehend folgte. Neben bereits bekannten Liedern, wie „Lauralee“ oder „Never Saw An Ending“ stellte die Gruppe zahlreiche Lieder ihrer neuen CD „The Good In Goodbye“ vor. „Come As You Are“, „Going Away“ oder das bereits erwähnte „If I Could Love You“. Die Lieder beschreiben ihre Erfahrungen „on the road“, von Liebe, Trennung, von Menschen ihrer Umgebung. „Christy Ellen Francis“ ist eine Liebeserklärung an die 100 jährige Großmutter von Brenley MacEachern. Eines der berührendsten Lieder und ein Favorit dieses Schreibers ist „The Woodshop“, der vom Unfalltod ihres Bruders handelt und ihrem Vater, der für ihn einen Sarg gezimmert hat. Ein weiteres autobiographisches Lied ist „Girl In The Black And White“, das während einer Nacht im Gefängnis entstand, die Brenley dort unschuldig verbrachte. „Stuck In A Love“ wiederum wurde von einem Foto zweier Skelette inspiriert, die so plaziert waren, daß sie sich herzförmig gegenüberlagen, als Zeichen ewiger Liebe. Erstaunlich aus welch banalen Dingen – für die meisten Menschen zumindest – Künstler ihre Anregungen schöpfen. Genial ist so etwas. Ich erlebe diese Gruppe jetzt bereits zum dritten Mal live und es ist jedesmal ein Hochgenuß. Diese simplen und wunderschönen Melodien, die Harmonien. Alleine die Gitarreneinleitung zu „Crying“ veranlasst mich bei der CD auf den Wiederholungsknopf zu drücken. Beim Konzert ist das ja leider nicht möglich. Es gab zwei Zugaben: „No Fool For Trying“ und der ohne Mikrophon vorgetragene Bluegrass Titel und Titelsong des neuen Albums „The Good In Goodbye“. Viel zu schnell ist das Konzert zu Ende.

Nach der Anzahl der nach dem Konzert verkauften CDs zu schließen hat Madison Violet an diesem Abend wieder zahlreiche neue Fans gewonnen. Jedem Liebhaber von ehrlicher, handgemachter Musik sei hiermit ein Konzertbesuch wärmstens empfohlen. Für alle, die es nicht erwarten können: Für April ist eine Live-DVD von Madison Violet angekündigt.

Siegfried Schneeweiss



Kamis, 10 November 2011

Paul Stowe (Utah/USA) 3 Tage im Raum Wien unterwegs

Paul Stowe (Utah/USA) (www.matchingties.com)

kam nach längerer Abwesenheit wieder einmal nach Österreich. Drei Tage war er im Raum Wien/Niederösterreich unterwegs, an einem davon war ich auch dabei.

Donnerstag, 6. Oktober, trafen wir einander in 1010 Wien, Tiefer Graben 22, im CENARIO-Musikclub, ein Lokal mit Wohnzimmeratmosphäre. Kurz vor Beginn füllte sich der Raum einigermaßen mit Besuchern, viele davon von der Lebenshilfe Wien, die ein äußerst dankbares und sehr aufmerksames Publikum waren. Was wieder einmal beweist – Musik ist die beste Medizin und Therapie in allen Lebenslagen. Und das was Paul Stowe in seiner erfrischenden Art mit Charme, Publikumsnähe und amerikanischem Slapstick-Humor darbringt gefällt seinen Zuhörern.

Viele verschiedene Musikrichtungen hat Paul Stowe, den meisten wohl bekannt als Leader der Gruppe >Matching Ties<, in sein neues Soloprogramm gepackt. Egal ob Americana, Blues, Bluegrass, Songs der 60er- und 70er-Jahre (Beatles), Irish und British Folk, er ist in jedem Genre daheim. Er erfreute uns mit Titeln wie >Song to the siren<, >Elisa<, >Dirty old town<, >Drunken sailor<, >Fiddlers Green< und einem Lied von Luka Bloom, dem jüngeren Bruder von Christy Moore.

Mit Flatpicking, Fingerpicking, Mundharmonika, akustischer Gitarre, Steelgitarre und natürlich seiner Stimme bekommen sowohl Covers als auch eigene Titel die charakteristische persönliche Note.

Im zweiten Teil des Abends kamen überraschend noch Gerhard „Doc“ Richter von der >Worred Men Skiffle Group< sowie Leo mit Gattin von der Folkband >Haystack< zu Besuch. Sie erfreuten sich besonders am irischen Programmpunkt und sangen sogar mit. Aus nachbarlicher Rücksichtnahme war es dann leider um 23 h zu Ende.

Text und Fotos: Eliza (ACMF-Ambassadorin für Wien, Bluegrass Bühne Österreich)







Toby Keith im E-Werk, Köln

Toby Keith im E-Werk, Köln

Im Vorprogramm von Toby Keith spielte Jill Johnson. Die aus Schweden stammende Sängerin kam um 20.00 Uhr auf die Bühne. Mit Ihren fünf Songs war das eine passende Einstimmung für den weiteren Abend. Um 20.30 Uhr war Ihre Zeit leider schon rum und das warten Begann.
Wir Fans brauchten nicht so lange zu warten wie die Fans in München. Um 21.05 Uhr kam Toby Keith auf die Bühne und die Stimmung wurde fantastisch. Er brachte einige Songs von seinem neuen Album „Clancy’s Tavern“ und auch alte Songs waren dabei. Der Song „Red Solo Cup“ ist ein richtiger Partyknaller.
War eine super Show, das bis zu 11 weiter Musiker auf der Bühne standen, war einmalig. Davon drei mit Blasinstrumenten, was doch sehr ungewöhnlich ist. Die drei Musiker waren bei dem einem Song vorne an der Bühne und legten eine Choreographie an den Tag, zum schmunzeln. Toby Keith stand 90 Minuten auf der Bühne mit einem Zugabe-Song. Es war ein wunderschöner Abend und viele im Publikum waren dementsprechend angezogen.

Anja Krombholz




Toby in Cologne,what a show! He went non stop for 90 min & the crowd was with him all the way. His band was outstanding.We are still debating over what was in his RED SOLO CUP! I just bought 5 today. Hope he comes back next year.

Al in Frankfurt.

Selasa, 08 November 2011

ROUGHROAD on the road

ROUGHROAD on the road (http://roughroad.jimdo.com)

Und wieder einmal im Headquarter der Vienna Globetrampers zu Wien. Dieser Club scheint sich als Stammlokal zu etablieren.

Freitag, 23.09. – Herbstbeginn und gut aufgelegtes Publikum – was will man mehr. Drei Sets gaben wir zum Besten, angefangen bei >Wabash Cannonball<, >Live Forever<, >Walk on Faith<, >Sixteen Tons< bis >Blackberry Blossom<, also ein breit gestreutes Programm. Heidi, unsere ehemalige Sängerin, weilte unter den Gästen und ließ es sich nicht nehmen, einige Lieder mit uns zu singen. Unter anderem >Travelling Soldier< denn dieses Lied liegt ihr ja besonders gut. Auch Sissy und ihr Mann von der Band Slowgrass gaben uns als Fachpublikum die Ehre und es scheint ihnen auch gefallen zu haben.

Mitternacht war längst vorbei als man uns endlich gnädig von der Bühne >entließ<. Und zur Erinnerung gibt es von diesem Abend nicht nur ein Videoclip vom Breitenseer auf www.youtube.com/watch?v=SWrJyd5SzIA sondern auch ein Interview und Livemitschnitt von Radio Austrowelle, vertreten durch Bertl Blue (www.austrowelle.radio.at) und gesendet am 08.10.

Text und Fotos: Eliza (ACMF-Ambassadorin für Wien, Bluegrass Bühne Österreich)













Minggu, 06 November 2011

Toby Keith – live im Kesselhaus, München (Konzertbericht + Interview)

Toby Keith – live im Kesselhaus, München

Am 5. November gab Country-Star Toby Keith sein Debüt-Konzert in Deutschland. Das Kesselhaus in München wurde für einen Abend zu einem Honky-Tonk umfunktioniert.

Das Vorprogramm bestritt die skandinavische Rock-Sängerin Jill Johnson. Sie bot 5 Eigenkompositionen dar, die stilistisch gar nicht so weit von der modernen Country-Music entfernt waren. Eine ausdrucksstarke Stimme, gute Texte, kurzum eine passende musikalische Einstimmung.

Bis zum Auftritt des Stars dauerte es dann noch fast eine Stunde. Die Geduld des Publikums wurde also auf eine harte Probe gestellt, wurde aber durch eine energiegeladene Show belohnt. Neben dem Sänger standen nicht weniger als 11 Musiker auf der Bühne. Neben den klassischen Country Instrumenten waren auch Bläser zu hören. Sehr abwechslungsreich gestaltete sich dann das Programm. Laut war es auf jeden Fall, aber dem Publikum gefiel es. Ich hätte mir eine detailreichere Aussteuerung der Tontechnik gewünscht, aber möglicherweise lag das auch an der Akustik der Halle. Seit Anfang der 90er Jahre ist Toby Keith nun bereits fixer Bestandteil der Country-Szene. Dementsprechend groß ist sein Repertoire, aus dem er schöpfen kann. Von seinen großen Hits fehlte keiner, oder fast keiner. Auch sein kürzlich erschienenes Album „Clancy’s Tavern“ kam nicht zu kurz. „American Made“ aus demselben war gleich der Eröffnungstitel. Der Titelsong „Clancy’s Tavern“ handelt von der Bar seiner Großmutter, in der er seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelte. Einer von mehreren Höhepunkten des Konzerts. Ebenfalls ein neuer Titel war „Red Solo Cup“, ein eher belangloses Lied über eine rote Plastiktasse. Mit seinem Refrain „red solo cup I fill you up, let’s have a party“ und einer ins Ohr gehenden Melodie entpuppt sich dieses Lied allerdings als ein Publikumsfavorit und als möglicher zukünftiger Hit. Ein weiterer Höhepunkt war eine unplugged Version von „Weed With Willie“. Angeblich hat er einmal vor einem Konzert mit Willie Nelson Marijuana geraucht und ist dann in ein Koma gefallen. Ob wahr, oder nicht, jedenfalls ist es eine gute Geschichte. Einen Hang zu ironischen Texten hat der Künstler. „Get Out Of My Car“, das von einem missglückten Versuch handelt eine Barbekanntschaft zu einem erotischen Abenteuer zu bewegen oder „As Good As I Once Was“, eine heitere Betrachtung des eigenen Alterns. Neben den Qualitäten als Liederschreiber ist es aber vor allem auch die markante Stimme, die diesen Künstler verdienterweise zu einem der Giganten der derzeitigen Country-Szene macht. Diese Stimme und die hervorragende Band, die sowohl harte Rock-Riffs als auch sanftere Country-Klänge überzeugend darbieten kann. Nach etwa 70 Minuten eines sehr kurzweiligen Konzerts gibt es noch eine Zugabe: „A Little Less Talk And A Lot More Action“. Danach wirft er das Mikrofon ins Publikum. Ein untrügliches Zeichen, daß die Darbietung zu Ende ist.

Es bleibt zu hoffen, daß der Erfolg dieses Konzertes Veranstalter ermutigt in Zukunft vermehrt auf diese nach wie vor in Deutschland unterrepräsentierten Musikrichtung zu setzen.

Siegfried Schneeweiss

Rabu, 19 Oktober 2011

ANDY GLANDT - Ein musikalischer Weltenbummler in Österreich


Ein musikalischer Weltenbummler in Österreich

Nachdem er 2010 Wien einen kurzen Besuch abgestattet hatte, konnte ich ihn auch heuer wieder hier begrüßen. Die Rede ist von ANDY GLANDT, Multiinstrumentalist aus Nordost-Deutschland (www.andy.glandt.com). Bereits mit 12 Jahren lernte er Klarinette, später Gitarre und Banjo. Er spielte ein Jahr in einer Dixielandband das Tenorbanjo, ab 1984 in der >Fox Tower Bluegrass Band<, später von 1991 - 1995 in der Rockabillyband >Greenhorn< und von 1992 - 2000 mit dem Bluegrass/Swing Trio >Andys Breakdown<. Auch mit dem Duo >Lady Sou & The Singing Banjoman< ist er unterwegs. Doch diesmal kam er als Solist, bewaffnet mit Gitarre und Banjo und einem äußerst umfangreichen Repertoire. Auf seinen vielen Reisen durch die ganze Welt hatte er ja genug Gelegenheit Lieder zu sammeln. Besonders angetan hat es ihm die Musik aus den USA, Irland und Australien, aber auch unzählige eigene Songs sind im Laufe der Zeit entstanden.

Den ersten Abend - 28. Juli - verbrachten wir im Headquarter der Vienna Globetrampers, 1150 Wien. Obwohl es ein extra eingeschobener Termin war an einem Donnerstag waren Musikliebhaber gekommen um ANDY GLANDT zu hören. Er ist ein Musiker zum angreifen, verließ die Bühne und mischte sich einfach unters Volk. Es ergab sich auch eine kleinere Session zwischen Andy Glandt (Gitarre), Herbie (Banjo, Bandleader von ROUGHROAD) und Sissi (Baß von SLOWGRASS). Dadurch wurde es ein fröhlicher lockerer Abend an dem sogar getanzt wurde.
Am nächsten Tag, Freitag, 29. Juli, fuhr ich mit Andy nach Niederösterreich. Südlich von St. Pölten kamen wir ins Pielachtal und immer weiter in entrische Gefilde, wir dachten schon, wir hätten uns verirrt. Doch eine kleine Hinweistafel zeigte in den Wald und den Berg hinauf. Oben angelangt atmeten wir erst mal aus, und waren froh, dass uns auf dieser einspurigen Strecke nichts entgegen gekommen war.

Wir waren am Ziel, im Wilden Westen bei Rabenstein. Vor uns ein Palisadenzaun der eine kleine Westernstadt, GREENHORN HILL, umschloss, wo wir auf das herzlichste begrüßt wurden. 2001 hatte Sam Hochgerner mit einigen Gleichgesinnten hier den Verein >Greenhornhill< gegründet und mit dem Bau begonnen und nach ca. 13.000 Arbeitsstunden konnte die Westernstadt im Mai 2002 eröffnet werden. Es ist alles da für den Westernfreund, Mainstreet, Saloon, Gefängnis, Fort, Schlafhütten, Friedhof und auch eine Kirche in der sogar schon Hochzeiten gefeiert wurden. Auf der Wiese promenierten bei unserer Ankunft zu unserer Überraschung Mitglieder der >Civil War Reenactors Austria< in historischen Kostümen (www.wcwra.at), unter anderem auch Mitglieder ihrer Tanzgruppe.

Nun, 10 Jahre Vereinsleben sind Grund genug, dass sich auch der ORF, Redaktion >Bundesland heute<, für diese Westernstadt interessiert zeigte. Und so entstand an diesem Tag ein schöner Videoclip mit Interview von Sam, historischen Tänzen und Banjospiel von und mit Andy Glandt. Hier kann man das Video ansehen: www.greenhorns.at.

Nachdem die TV-Aufzeichnung abgeschlossen war eröffnete der Hausmusiker >Blackhawk< aus St. Pölten im Saloon das musikalische Programm. Und ab 20h hatten wir wieder das Vergnügen mit ANDY GLANDT. Abwechselnd mit Gitarre oder Banjo unterhielt er bis Mitternacht die Gäste mit altbekannten Countrysongs (Wabash Cannonball, Tom Dooley, Grandfathers Clock, Folsom Prison Blues, Kansas City), Australischen Liedern (The laughing Kookaburra = unter kräftiger Mitwirkung des Publikums), Folk (Ride on = ein wunderschönes Lied von Christy Moore) und auch deutschen Texten mit satirischem Inhalt.

>Blackhawk< beschloss den Abend für die wenigen Gäste die der Kälte noch getrotzt hatten und wir machten uns wieder auf den Heimweg nach Wien.

Text und Fotos: Eliza (ACMF-Ambassadorin für Wien, Bluegrass Bühne Österreich) wien@acmf.at




















Minggu, 09 Oktober 2011

Vom Mississippi zur Donau .....

Vom Mississippi zur Donau .....

.... sind es ca. 8.700 km Luftlinie, doch Musik kennt keine Entfernungen. Was für ein Glück, denn diesem Umstand verdanken wir, dass BAYOU ALLIGATORS (www.bayoualligators.de) bereits zum 3. Mal den Weg nach Österreich gefunden haben. Die Band kommt zwar aus verschiedenen Ecken Deutschlands, aber ihre Musik kommt authentisch aus den Sümpfen Louisianas, wie auch schon der Name verrät.

Anfang September war es endlich so weit. Zuerst ging es nach Frauental in die Bluesgarage, doch am Samstag, 10.09. eroberten sie die Bühne in dem sehr schönen Lokal DAVIS, 1210 Wien: Der Kulturverein >No Depression< lud zur Zydeco-Party ein. Der Besucherzustrom ließ leider etwas zu wünschen übrig, dafür war die Stimmung unter den Anwesenden und natürlich auch bei der Band selbst umso besser.

BAYOU ALLIGATORS waren diesmal etwas anders zusammengesetzt als ich sie kannte:
Eggi Gator: Voc., accord., rubboard, harp, guit.
Little Stringcleaning Steve: guit., back-voc.
Hardy Castle: drums, back-voc.
Neu dabei für diese Tour:
Daniel Schmidt: Sax
Bruno DeSanctis aus Italien: E-Baß

Zydeco ist eine sehr schnelle, gut tanzbare Musik aus Louisiana mit den Hauptinstrumenten Accordion und Waschbrett, gesungen wird englisch und französisch. Zydeco entwickelte sich durch Vermischung von Cajun und afroamerikanischen Einflüssen. Ein populärer Vertreter dieser Musik war Clifton Chenier. Cajun wiederum ist die traditionelle Musik der französischen Siedler von Akadien (Ostkanada) und wurde im 18. Jahrhundert nach Louisiana gebracht. Es wird heute noch in Cajun-French gesungen. Hauptinstrumente sind Fiddle, Cajun-Accordion, später kamen Gitarre, Bass, Schlagzeug, gelegentlich Banjo dazu. Auch Cajun wird sehr flott getanzt, meist als Two-Step und Stomp, aber auch langsame Walzer sind vertreten.

BAYOU ALLIGATORS brachten an diesem Abend eine gute Mischung aus beiden Stilrichtungen, bekannte Songs wie >Jambalaya<, >See you later Alligator<, >Girl without dancing shoes< und auch den Blues >Walking to New Orleans<. Die Black Angel Linedancers waren eifrig am Werk, doch einen Blues zu tanzen war sicherlich nicht einfach.
Auch diesmal motivierte die Band das Publikum zum Mitspielen am Waschbrett und das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen.

Kurz nach Mitternacht war dann leider der offizielle Teil des Abends beendet und wir freuen uns heute schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Text und Fotos: Eliza (ACMF-Ambassadorin für Wien, Bluegrass Bühne Österreich), wien@acmf.at.